la pièce de résistance

Metallica: Köln, 17.5.

Ausnahmsweise mal etwas Privates: Vergangenen Sonntag war ich bei dem Machine Head- und Metallica-Konzert in der ehemaligen Kölnarena am Start. Und ich muss sagen: Trotz gefühlten 400 Meter Abstand zur Bühne habe ich eine wirklich gute Show erleben dürfen.

Anders dachten wohl die Leute um mich herum. Man hat sich beschwert, dass ich aufgestanden bin (!), sodass ich halb auf dem Gang stehen musste, immer in Gefahr, von übereifrigen Securityheinis des Ganges verwiesen zu werden. Gesessen habe ich als Gegenbeispiel zu meiner Umgebung dann nur bei "Nothing Else Matters". Das habe ich bei "Enter Sandman" auch versucht, nur dann sind endlich die drei überschminkten Mittzwanziger vor mir aufgesprungen, weil die beiden Songs ganz offensichtlich die einzigen ihnen bekannten waren.

Nicht, dass es mich etwas angehen würde, aber warum bezahlen Leute, die tatsächlich nur zwei Songs einer Band kennen, knappe 70 Euro für eine Karte? Nur für das Prestige, bei einer Metallicashow dabeigewesen zu sein? Das wäre es mir nicht wert.

Zur Show selbst: Obwohl meiner Meinung nach zu viele Songs von "Death Magnetic" dabei waren, kann ich nur sagen, dass die live eindeutig besser sind, vor allem, wenn wenigstens die Crowd im Innenraum abgeht und ein einsamer Kerl auf den Oberrängen (ich).

Einige selten live gespielte Perlen waren meine persönlichen Höhepunkte des Gigs. Wann bekommt man schon die Chance, "Dyer's Eve" live zu sehen? "Fade To Black" ist zwar ein Standardteil einer jeden Metallica-Show, aber dennoch konnte ich mich der Gänsehaut nicht erwehren, ähnlich wie bei "One". "And Justice For All" als dritten Song zu spielen, war ein absolutes Zugeständnis an tatsächliche Fans (zu denen ich mich natürlich ebenfalls zähle), hat aber die Leute um mich herum eher verwirrt und befremdet. Ein ähnlicher Sachverhalt war beim Motörhead-Cover "Overkill" zu beobachten, während bei "Seek & Destroy" die ganze Halle brüllte (dem Himmel sei Dank).

Die komplette Setlist:

That Was Just Your Life

The End Of The Line

And Justice For All

King Nothing

Fade To Black

Broken, Beat And Scarred

My Apocalypse

Sad But True

One

Judas Kiss

The Day That Never Comes

Master Of Puppets

Dyer's Eve

Nothing Else Matters

---

Enter Sandman

Overkill

Die, Die My Darling

Seek & Destroy

 

Wie zu sehen ist, hat "Creeping Death" nach zwanzig Jahren als Opener ausgedient, was mich weniger freut. Ebenfalls haben mir z.B. "Battery", "Damage Inc.", "Trapped Under Ice", "Harvester Of Sorrow", "Welcome Home" oder "Call Of Ktulu" gefehlt. Nichtsdestotrotz eine großartige Show, die gezeigt hat, dass manche Bands auch im relativen Alter noch fit sind und Spaß bei ihrer Arbeit haben.

22.5.09 15:55

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Das beste Konzert meines Lebens bis jetzt.

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