la pièce de résistance

They see me rollin'...

Ulla Schmidt fliegt nach Alicante in den Urlaub und lässt ihren Dienstwagen vom Chauffeur hinterherkarren, um zu einem Treffen mit einem popeligen Ortsbürgermeister mit Style ankommen zu können. Dann wird die Karre gestohlen. Die unversicherte Karre, wohlgemerkt. Furchtbare Sache, das.

Nichtsdestotrotz finde ich es immer wieder erschreckend, wie die uninformierte Leserschaft von Bild Online auf Vorfälle wie diesen reagiert. Es ist nicht gerade die Bildungselite, die auf bild.de Kommentare zum aktuellen Tagesgeschehen (oder dem, was bild.de als solches darstellt) verfasst; das ist klar und offensichtlich und leitet sich allein aus der Tatsache ab, dass es nunmal der Onlineauftritt des vielgehassten Lieblingsziels von selbstgerechten Kritikangriffen selbsternannter Bildungsbürger ist. Worauf ich hinauswill: Man kann sagen, was man will, aber die Kommentare, die man zu vielen Artikeln findet, kann man mit gutem Willen bestenfalls noch als grotesk bezeichnen.

Bisweilen klicke ich absichtlich auf Artikel, bei denen ich mir denke, dass da wieder ein paar stumpfe Sprüche in erschreckender Rechtschreibung zu abgegeben worden sind; die Artikel selbst überfliege ich höchstens.

Jedenfalls - hier nun eine kleine Auswahl an Kommentaren zu der Dienstwagengeschichte. Ich weiß nicht, was ich schlimmer finde - den Sachverhalt selbst oder solche Reaktionen darauf.

 

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Besonders gut gefällt mir die erste Aussage. Ich finde es nämlich auch reichlich unverschämt, dass sich Externe für jemand anders um eine Arbeit bemühen. Am Ende muss man da noch früh aufstehen oder so.

Um hier kein vollends einseitiges Bild zu präsentieren: Es gab auch einige wenige, die mit ein wenig mehr Weitblick an das Thema herangegangen sind:

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28.7.09 13:59

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


HK47 (28.7.09 19:48)
Also Ich finde es einfach nur reichlich belustigend, wenn einer Bundesministerin der Dienstwagen im Urlaub gestohlen wird. Ist ja schön und gut, wenn man für unser Land einen kurzen Besuch in der Botschaft absolviert und den Bürgermeister besucht.
Aber: Sie war doch im Urlaub?! Ich würde nen Teufel tun, und in meinem Urlaub irgendwelche Arbeit zu verrichten.
Ok, würde Ich den Jungens auf der Straße begenen, oder im Café, würde Ich ihnen auch die Hand reichen... Aber Ulla SChmidt ist unsere Gesundheitsministerin, für die interessiert sich doch eh da unten niemand.

Aber es ist noch immer besser, als wenn sie ein Flugzeug genommen hätte. Anrecht hätte sie gehabt, war ja schließlich im Dienst... und wenn man eben nicht direkt zurückfliegt nach der Arbeit...
Die amüsanteste Reaktion hatte für mich ganz klar der Autovermieter SiXt( man verzeihe die Schleichwerbung).

Gut finde Ich das mit Sicherheit nicht, aber jetzt laut Rücktritt zu schreien finde Ich genauso überzogen. Und warum eine gepanzerte Dienstlimousine nicht, wie jedes noch so kaputtene Auto in Deutschland, versichert ist, das erkläre bitte wer anders.


KimZ (29.7.09 11:08)
Es geht mir hier auch weniger um den eigentlichen Sachverhalt als um die Reaktionen darauf.

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