la pièce de résistance

Diese Sache schlägt ziemlich hohe Westerwellen

Klarheit in der aktuellen Debatte würde nur eine Studie schaffen, die die Motivation und Einstellung von Arbeitslosen erschöpfend beschreiben könnte. Das wäre nun Aufgabe der Soziologie, nicht der Politik; aber eine solche Studie wird es nie geben, weil es sie nicht geben kann - niemand, der keine Lust auf Arbeit hat, würde das in einer Umfrage geben.

Ein gedankenloses Lospoltern, wie es Westerwelle zu tun pflegt, ist natürlich in einer derart delikaten Angelegenheit die vollkommen falsche Vorgehensweise. Was man aber nicht leugnen kann, ist eine der Parolen der FDP: Wer arbeitet, muss mehr verdienen, als der, der nichts tut. Fraglich hierbei ist, wie man dieses Ziel erreichen kann.

Mindestlohn kann dazu meines Erachtens keine Option sein, zumindest keiner, der des Namens würdig ist. Die Debatte würde sich einfach auf ein etwas höheres Niveau verlagern: Unqualifizierte, anspruchslose Jobs würden plötzlich genauso gut bezahlt wie solche, für die man eine Ausbildung braucht. Anstatt der Versuchung zu erliegen, nicht arbeiten zu gehen, würde man stattdessen nicht mehr zur Schule gehen, in dem Wissen, dass, wenn man denn eine Arbeit findet, sie auch gut bezahlt werden würde. 

Letztlich wird der Schlüssel zu dieser Debatte wieder die Bildung sein. Höhere Qualifizierung ist immer noch der beste Garant, eine Arbeit zu finden, und wird wohl auch bei manchen eine Einstellungsänderung hervorrufen. 

Diesmal werde ich hier keinen polemischen Abschlusssatz einfügen können, da ich selbst ausnahmsweise mal keine Musterlösung zur Hand habe. Aber mit dem stumpfen Verweis auf Populismus eine notwendige gesellschaftliche Kontroverse abzuwürgen, wird bestimmt nicht dazu beitragen, etwas zu verändern.

17.2.10 19:05

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